MMORPG



Der Begriff Massively Multiplayer Online Game (MMOG), deutsch auch Massen-Online-Gemeinschaftsspiel, bezeichnet einen Typ eines Computerspiels, das den Spielern eine virtuelle persistente Welt bietet und von sehr vielen (häufig mehreren tausend) Spielern (Mehrspieler) gleichzeitig über das Internet gespielt werden kann.

Typischerweise interagieren sowie kommunizieren die Spieler miteinander und prägen somit das Fortschreiten in der virtuellen Welt gemeinsam.

Genres und Entwicklung

MMOGs kamen seit Mitte der 1990er Jahre in Mode. Eines der ersten Multiplayer-Games, das eine größere Fangemeinde hinter sich versammelte, war das Spiel „Neverwinter Nights“, veröffentlicht 1991 und ursprünglich von AOL betrieben.[1] Zu Anfangszeiten konnten bis zu 50 Spieler pro AOL-Server gegeneinander antreten, später stiegen die Kapazitäten auf bis zu 500 Spieler pro Server.

Rollenspiele

Die ältesten MMOGs entstanden Anfang der 1990er-Jahre als Online-Rollenspiele. Hierbei wird ein fiktiver Spielcharakter in einer virtuellen Welt erstellt, der sich durch Interaktion (Gespräch/Handel/Kampf) mit den anderen Mitspielern oder durch computergenerierte Aufgaben weiter entwickelt. Ziel der Spiele ist neben der Weiterentwicklung der Charaktere und dem Erlernen neuer Fähigkeiten in der Regel das Sammeln von Erfahrungspunkten.[2] Spätestens mit der Veröffentlichung des Multiplayer Online Games „Planetarion“ im Jahr 2000 erreicht dieses Spielgenre eine kritische Masse von Spielfreunden.

Das Spiel verzeichnet damals ca. 175.000 Spieler, was nicht nur als Achtungserfolg gesehen werden darf. Denn im Laufe der Zeit steigert sich bis heute die Zahl der MMO Fans um ein Vielfaches. Heute verbuchen die erfolgreichsten Spiele mehrere Millionen Spieler auf der ganzen Welt und die meisten Spiele sind in mehrere Sprachen übersetzt, so dass es sich um ein globales Geschäft handelt wie bei der „old economy“ von Computer- und

Konsolenspielen.

Aufbau- und Strategiespiele

Die häufigsten Browserspiele sind Aufbau- und Strategiespiele. Dabei übernehmen die Spieler die Kontrolle z. B. über ein Fußballteam, eine Stadt, einen Staat oder ganze Planeten, müssen diese geschickt managen und gegenüber anderen Mitspielern erfolgreich sein. Oft geht es darum, bestimmte Ressourcen (Geld/Eisen/Arbeitskräfte etc.) zu erarbeiten, diese in aktive Spielfiguren umzusetzen (Feldspieler einkaufen/Gebäude errichten/Kriegsutensilien bauen), und mit diesen gegnerische Figuren (computergenerierte oder die anderer Spieler) zu schädigen oder abzuwehren.

Das erste Spiel dieser Art war das in Hamburg entwickelte, deutsch- und englischsprachige SOL, das bereits im Oktober 1995 startete. Andere frühe Spiele dieser Kategorie waren die englischsprachigen Spiele Hattrick (1997) und das 2000 gestartete Planetarion, das im Laufe der Zeit mehr als 175.000 Spieler hatte.

Das erste deutschsprachige Spiel mit mehr als 10.000 Spielern war Galaxywars, das zu seinen Hochzeiten schätzungsweise 60.000–80.000 Spieler zu verzeichnen hatte. Die genaue Anzahl konnte aufgrund sehr vieler Multi-Accounts nicht bestimmt werden.

Virtual Battlefield

Bei MMOFPS handelt es sich um eine Mischung aus klassischen First Person-/Ego-Shootern und dem Prinzip des MMOGs. Hier werden die Ansicht und Steuerung von Ego-Shootern mit der großen Spielwelt und Spieleranzahl von MMOGs und den damit verbundenen strategischen Elementen verknüpft.

Diese Entwicklung ist im Vergleich zu klassischen MMOGs relativ neu, da durch die größere Dynamik (Simulation von Projektilen, schnelle Spielerbewegung, etc.) höhere Leistungsanforderungen an die Hardware gestellt werden.

Bekannte Vertreter sind u. a. Battleground Europe, PlanetSide und Neocron.

 

Quelle:
https://de.wikipedia.org/wiki/Massively_Multiplayer_Online_Game

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